Literarischer Salon: Bambusbriefe
Wie Goethe, Tagore und andere China und Deutschland verbanden.
Montag, 20.07.2026, 19.00 Uhr
C-SPACE Berlin
Langhansstraße 86, 13086 Berlin
organisiert von
Jan Siefke
C*SPACE-Inhaber & Teekenner
Im alten China waren Briefe auf Bambus "Shujian" (書簡) - ein konstbares Medium der Kommunikation und persönlichen Reflexion. Marcus Hernig und Isabel Wiedenroth (周雲潔) haben diese Tradition gemeinsam mit Chinas führendem Online-Medium "The Paper" (澎湃新闻) digitalisisert und zu einem lebendigen Medium des interkulturellen Austauschs zwischen Ost und West gemacht.
An diesem Abend lesen beide erstmals abwechselnd auf Deutsch und Chinesisch aus ihren Briefen, die zwischen Dezember 2025 und Mai 2026 erschienen sind und stellen dabei faszinierende Fragen:
- Welche Empathie hatte Goethe für China?
- Warum sind die Gebrüder Grimm der europäische Bestseller im Reich der Mitte?
- Warum scheiterte Tagore in China und gewann in Deutschland?
Und wäre ein litarischer Salon ohne guten Tee?
C*SPACE-Inhaber und Teekener Jan Siefke begleitet den Abend an seinem Teeboot
Marcus Hernig (何馬可) ist promovierter Germanist und Sinologe sowie Experte für den deutsch-chinesischen Austausch und die Beziehungen zwischen Asien und Europa.
Er ist Autor verschiedener Bücher zur chinesischen Kultur sowie zur Seidenstraße und China in der Welt. Zu seinen wichtigsten Publikationen zählen China – Ein Länderporträt (2016), Die Renaissance der Seidenstraße (2018) sowie Ferdinand von Richthofen – Der Erfinder der Seidenstraße (2022), die ihn als wichtigen Vermittler zwischen ostasiatischen und europäischen Perspektiven etablierten.
Seit Dezember 2025 schreibt er für das chinesische Online-Medium thepaper.cn (澎湃新闻 ) eine Kolumne mit dem Titel "何马可的欧亚书简" (eurasische Bambusbriefe von Marcus Hernig).
Isabel Wiedenroth (周雲潔) wurde in Taipei geboren und wuchs in Wuppertal auf. Sie studierte Sinologie an der Universität zu Köln und bewegt sich seit Jahrzehnten zwischen der deutschen und der chinesischen Kultur. Ihr Denken und Fühlen sind von beiden Welten geprägt und finden Ausdruck in ihrer beruflichen wie auch persönlichen Arbeit.
Einen besonderen Platz nimmt dabei die Übersetzung der Bambusbriefe ihres Mannes, des Schriftstellers Marcus Hernig, ins Chinesische ein – eine Arbeit, die weit über das reine Übersetzen hinausgeht und für sie zu einer Herzensaufgabe geworden ist.