Über mich

Ich bin ein Leben lang Pendler zwischen Ost und West. Fast drei Jahrzehnte lang hielt ich mich in China und Japan auf, die meiste Zeit davon in Shanghai, dazwischen in dem idyllischen Städtchen Hallenberg im Hochsauerland, meiner deutschen Wahlheimat.

 

Meine Bücher erzählen Geschichten und bauen Brücken. Sie sind eine Synthese aus Erfahrung, Kenntnis und besonderer Empathie für Ostasien. Sie sind  der andere Blick auf aktuelle und historische Themen zwischen Deutschland und China, zwischen Europa und Asien. Meine Bücher erscheinen seit 2008 in Verlagen der Aufbau-Gruppe Berlin.



Für Medien und Institutionen von Deutschlandradio, GEO, verschiedenen Agenturen bis zum kulinarischen Kulturmagazin Effilee schreibe und kommentiere ich seit Jahren zu einer ungewöhnlichen Breite von Themen: Die Entwicklung Shanghais, Chinas Gesellschaft,  Nobelpreisträger, die neue Seidenstraße, China und seine Nachbarn, die Erfindungen ostasiatischer Küchen und vieles mehr.  Aktuell und künftig sind Themen des deutsch-chinesischen Austausches zwischen Chance und Krise, zwischen Vergangenheit und Zukunft von großer aktueller Bedeutung.

Für Kulturinstitute, für Bildungsinstitutionen und Wirtschaftsagenturen war und bin ich Redner, Korrespondent und Hochschullehrer.

Marcus Hernig

Was ich so tue und was ich schon getan habe.. 

Seit 2022 Professor an der "University of Shanghai for Sicence and Technology" (USST). Seit 2023 Fachberater für strategische Entwicklung des Sino-German Colleges an der USST.

2021-2024 Asienkorrespondent für neue Seidenstraße und globale Konnektivität bei "Germany trade and Invest" (GTAI)

Seit 1998 Gastdozent am Chinesischen-Deutschen Hochschulkolleg der Tongji-Universität u. TU Berlin.

2011-2014 Leiter des Deutschen Kulturzentrums, Goethe-Institut in Kyoto

2006-2011 Außerordentlicher Professor für Deutschlandstudien an der Zhejiang-Universität Hangzhou

Ferdinand von Richthofen

Der Erfinder der Seidenstraße

Kaum bekannt – aber wahr: 

 

 

Wir sprechen über Chinas neue Seidenstraße und übersehen dabei, dass sie eigentlich eine deutsche Erfindung ist. 


Der nach Marco Polo bedeutendste „Entdecker“ Chinas für Europa war der Wahlberliner Ferdinand von Richthofen (1833-1905), Wissenschaftler, Entdecker und Geograf. Vor Richthofen wiesen Chinakarten im Westen noch viele weiße Flecken auf – nach ihm wussten Europäer, Amerikaner und Chinesen, wie Chinas Moderne und seine Industrialisierung beginnen sollten: Mit unendlichen Mengen schwarzer Kohle, Ideen für moderne Infrasatrukturen und einer Erneuerung der alten Handelsrouten zwischen Ost und West, die Richthofen als „Seidenstraße“ international bekannt machte.

 

Der Berliner Geograf, ein entfernter Verwandter des „Roten Barons“ Manfred, schuf mit seinen Expeditionen in das Reich der Mitte und seinen lebenslangen Forschungen wichtige Grundlagen für Chinas Aufstieg.

 

Mein neuestes Buch Ferdinand von Richthofen. Der Erfinder der Seidenstraße erzählt eine Geschichte, die in Zeiten gegenseitiger Entfremdung zwischen China und dem Westen längst hätte erzählt werden müssen. Sie kontrastiert das aufstrebende Europa des 19. Jahrhunderts und seine Akteure mit den chinesischen Ambitionen unserer Zeit.

 

Das Buch ist im Januar 2023 in der Anderen Bibliothek im Aufbau-Verlag Berlin erschienen. Die renommierte Agentur 2xGoldstein gestaltete das Buch in einzigartiger bibliophiler Ausstattung. 

Näheres zu Buchpremiere und Autorenlesungen finden Sie unter "Termine".

Badische Zeitung:

Bei aller Bewunderung für die ostasiatischen Kulturen ist Richthofens Perspektive doch dem Wissenschafts- und Fortschrittsoptimismus und der Theorie westlicher Überlegenheit verpflichtet.Ohne aber dabei zu verkennen, wie groß das zukünftige Potential Chinas und der zentralasiatischen Länder ist und wie sehr sich die Weltordnung bei seiner Entfaltung verändern wird. Die Idee der "Seidenstraße" als "transeurasisches Netz aus Handelswegen" betont von jeher die fruchtbare Wechselwirkung von Ost und West.

Hier liegen auch die Stärken von Marcus Hernigs, die Seidenstraßen-Thematik fokussierendem Richthofen-Porträt, das erzählend zwar nicht immer die Distanz zu seiner Figur wahrt, aber eine kritische Einordnung leistet in historische Entwicklungslinien. 

Deutschlandfunk Kultur

 Der deutsche Geologe Ferdinand von Richthofen gab der chinesischen Seidenstraße einst ihren Namen. Er war ein Pionier, der China von 1868 an erkundete. Der Sinologe und Autor Marcus Hernig hat nun eine lesenswerte Richthofen-Biografie vorgelegt.